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Suche nach musikalischer Wahrheit

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung konstatierte schon 2008, das Mandelring Quartett habe das Zeug, an die Stelle des Alban Berg Quartetts zu treten. Mit Bezug auf den Schostakowitsch-Zyklus bei den Salzburger Festspielen sah das führende österreichische Kulturmagazin "Die Bühne" das Mandelring Quartett als Erben des legendären Borodin-Quartetts und das renommierte Musikmagazin Fono Forum zählt das Mandelring Quartett zu den sechs besten Streichquartetten der Welt.

Zum Markenzeichen wurden seine Expressivität und phänomenale Homogenität. Die vier Individualisten verschmelzen im gemeinsamen Willen, stets nach dem Kern der Musik zu suchen und sich der musikalischen Wahrheit zu stellen. Durch Erfassen der geistigen Dimension, Ausloten der emotionalen Extreme und Arbeit am Detail machen die Musiker die Vielschichtigkeit der Werke erlebbar. Dabei ist ihr Zugang zur Musik immer emotional und persönlich.



Dezember 2011
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Gramophone Magazine: Auszeichnung für Janácek-CD

Im Gramophone Magazine, einer der führenden englischsprachigen Publikationen für klassische Musik, wurde die Janácek-CD des Mandelring Quartetts vom Rezensenten Andrew Quint für seine "Wunschliste" der besten Aufnahmen des Jahres ausgewählt:

"On a superb-sounding SACD, Audite gives us Janácek’s string quartets performed by the Mandelring Quartet, whose Shostakovich cycle was so rewarding. The wrinkle here is that “Intimate Letters” (Quartet No. 2) is heard both in the familiar version and with viola d’amore substituting for viola. Janáček, infatuated with Kamila Stosslová, originally planned to employ this “instrument of love,” and its presence subtly modifies the effect of the piece."'



Auszeichnung für CDs

Zwei CD-Veröffentlichungen des Mandelring Quartetts wurden für die International Classical Music Awards (ICMA) 2012 nominiert:
Die Gesamteinspielung aller Schostakowitsch-Quartette und die Aufnahme der Janácek-Streichquartette.

Die International Classical Music Awards (ICMA) sind die Nachfolge-Preise der MIDEM Classical Awards bzw. der Cannes Classical Awards. Die Jury der ICMA besteht – wie nicht bei allen Musikpreisen selbstverständlich – ausschließlich aus professionellen Musikkritikern für klassische Musik. Redakteure von internationalen Printmedien, Radiosendern und Online Services stellen ihre Fachexpertise zur Verfügung und bewerten die eingereichten Aufnahmen. Derzeit besteht die Jury aus Redakteuren von Crescendo (Belgien), Fono Forum (Deutschland), Gramofon (Ungarn), IMZ (Österreich), MDR-Figaro (Deutschland), Musica (Italien), Musik & Theater (Schweiz), Orpheus Radio (Russland), Pizzicato (Luxemburg), Resmusica.com (Frankreich), Scherzo (Spanien) und Viva Classica (Finnland).



November 2011
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CD-Aufnahme Mendelssohn

Die zweite Aufnahme des Mandelring Quartetts für die Gesamteinspielung der Streicherkammermusik von Mendelssohn hat stattgefunden. Die Veröffentlichung von Vol. 1 mit den Quartetten ohne opus, op. 12 und op. 13 ist für Juni 2012 geplant. Die CD-Serie wird auch die beiden Quintette (mit Gunter Teuffel, Viola) und das Oktett (mit dem Quartetto di Cremona) umfassen.


Berlin-Zyklus in der Philharmonie

Die Programme und Termine des Berlin-Zyklus 2012 im Kammermusiksaal der Philharmonie stehen fest:

Mandelring I
Sonntag, 12.02.2012, 20 Uhr
Klangzauber
Felix Mendelssohn Bartholdy – Streichquartett D-Dur op. 44/1
Emmanuel Séjourné (geb. 1961) – Konzert für Marimba und Streicher
Claude Debussy – Streichquartett g-Moll op. 10
Ney Rosauro (geb. 1953) – Konzert für Marimba und Streicher
mit
Katarzyna Mycka, Marimba

Mandelring II
Donnerstag,
3.05.2012, 20 Uhr
Verwandtschaften
Fanny Mendelssohn-Hensel – Streichquartett Es-Dur
Felix Mendelssohn Bartholdy – Streichquartett a-Moll op. 13
Ludwig van Beethoven – Streichquartett a-Moll op. 132

Mandelring III
Donnerstag,
14.06.2012, 20 Uhr
Metamorphosen
Wolfgang A. Mozart – Streichquartett d-Moll KV 421
György Ligeti – Streichquartett Nr. 1 "Métamorphoses nocturnes"
Franz Schubert – Streichquartett G-Dur D 887

Weitere Informationen, auch zu den Programmen, gibt es auf dieser Homepage unter Konzerte / Berlin-Zyklus.



August 2011
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Salzburger Festspiele

Mit überwältigendem Echo honorierten Kritiker und Publikum den Salzburger Streichquartett-Marathon, der zugleich ein künstlerisches Selbstbekenntnis des
Mandelring Quartetts war: "Mit jedem Werk, das die Geschwister Schmidt sowie Bratschist Roland Glassl als 'Mandelring Quartett' der finalen 15 näherbrachte, steigerte sich die Intensität im Spiel der Musiker – sofern man das seriös behaupten kann nach zwölf Konzertstunden binnen zwei Tagen einer Streichquartett-Integrale, die uns noch lange beschäftigen wird … schlichtweg atemberaubend." schreibt die Salzburger Volkszeitung. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung äußert sich zum gebannten Publikum "… überzeugt das Mandelring Quartett durch seine spieltechnische Präzision. … Die Hörerschar in Salzburg blieb indes tief bewegt bis zum bitteren Ende …". Die Salzburger Nachrichten schreiben zur Ausdrucksvielfalt: "… dem Mandelring Quartett gelingen die vielfältigsten Spielfacetten von spröden, fast knochigen Linien über zerbrechliche Figurationen und unterschiedliche Ausdrucksstadien des Tänzerischen, eine reiche Skala dynamischer Valeurs bis hinein in den verstummenden Klang bis zu hoch energetischen, dramatischen bis drastischen Ausbrüchen. Ein denkwürdiges, so bald nicht wiederholbares Festspielerlebnis." "Dass das Mandelring-Quartett einen betont 'objektiven', sachlichen – dabei nie blutleeren – Zugang pflegt, erhöhte die Wirkung noch, gerade bei Werken wie dem Quartett Nr. 11 in f-Moll mit seinen einfachen, kargen Motiven, die sich so richtiggehend ins Gehirn brennen." (Die Presse). Die Oberösterreichischen Nachrichten betonen: "Besonders beeindruckend die langsamen Sätze, die unter den Bögen der Mandelrings eine unglaubliche Tiefe bekamen." Standing Ovations für die "enzyklopädische Anstrengung dieser Gesamtaufführung aller Schostakowitsch-Streichquartette an zwei Tagen" (Frankfurter Rundschau)



August 2011
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Mandelring Quartett mit komplettem Schostakowitsch-Zyklus bei Salzburger Festspielen – 18. und 19. August 2011

Das
Mandelring Quartett wird bei den Salzburger Festspielen 2011 einen Schostakowitsch-Zyklus mit allen 15 Streichquartetten des Komponisten gestalten. Am 18. und 19. August bringt das Ensemble den wohl bedeutendsten Quartett-Zyklus des 20. Jahrhunderts zur Aufführung. Die Streichquartette von Schostakowitsch legen Zeugnis ab vom Schaffen des Komponisten über fast ein halbes Jahrhundert – vom ersten Quartett des Zweiunddreißigjährigen 1938 bis zum letzten Werk 1974, im Jahr vor seinem Tod.

Bereits 2009 komplettierte das Mandelring Quartett eine vielbeachtete Gesamteinspielung der Werke (Audite). Sie wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und von der Fachpresse als eine der herausragenden Gesamteditionen unserer Zeit beurteilt: " […] auf oberstem Niveau! Diese ganz erstaunliche Leistung zählt umso mehr, als diesen komplexen Werken durch Virtuosität oder spieltechnische Makellosigkeit allein nicht beizukommen ist." (FonoForum). "Dem Mandelring Quartett aber bleibt das Verdienst, von einem der größten Quartett-Zyklen des 20. Jahrhunderts eine neue Referenz-Aufnahme vorgelegt zu haben." urteilte BR-Klassik. "Die Musiker gehen in der neuen Einspielung noch über das bereits Erreichte hinaus [...] Das überraschendste an der Interpretation des Mandelring Quartetts ist dann aber, wie 'schön' sie ist, trotz aller Zerrissenheit, Trauer, Klage, Verzweiflung, die das Werk ausdrückt. Fast schon zum Weinen schön. So wirkt musikalische Wahrheit", bringt es Pizzicato auf den Punkt. Das international führende Strad Magazine schrieb: " […] the Mandelring Quartet makes it abundantly clear that it is building one of the outstanding cycles in today's catalogue."



Juni 2011
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15. HAMBACHERMusikFEST & Salzburger Festspiele

Das Mandelring Quartett erwartet ein spannender Sommer. In diesem Jahr findet zum 15. Mal das HAMBACHERMusikFEST statt: Vom 22. - 26. Juni lockt das Festival des Quartetts international gefeierte Kammermusiker auf das berühmte Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße. Ein weiterer Höhepunkt folgt im August mit der Einladung zu den Salzburger Festspielen 2011. Am 18. und 19. August wird das Mandelring Quartett den vielleicht bedeutendsten Quartettzyklus des 20. Jahrhunderts – die 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch – komplett zur Aufführung bringen. Eine entsprechende Gesamteinspielung legten die Musiker bereits 2009 vor (Audite).



Mai 2011
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Berlin-Zyklus

Der Berlin-Zyklus 2011 des Mandelring Quartetts in der Philharmonie ging am 12. Mai mit "Brahms, Dvořák, Janáček – Komponistenfreundschaften" zu Ende. In seiner Rezension schreibt Der Tagesspiegel: "Das Ensemble ... legt im Kammermusiksaal gleich eine ganze Reihe derart schwebender und doch spannungsgeladener Satzschlüsse hin, dass dem atemlos lauschenden Zuhörer regelmäßig die Hand zuckt, um den Stecknadeltest zu machen."

Der Berlin-Zyklus wird 2012 fortgesetzt, die Termine sind 1. Februar, 3. Mai und 14. Juni 2012.



April 2011
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Auszeichnung für Konzert in Buenos Aires

Das Konzert des Mandelring Quartetts in Buenos Aires auf seiner letzten Südamerika-Tournee wurde von der Vereinigung der argentinischen Musikkritiker als „Beste kammermusikalische Darbietung des Jahres 2010“ ausgezeichnet.



Februar 2011
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Janáček-CD mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet

Nach zahlreichen Auszeichnungen, etwa von Diapason, Fono Forum, Ensemble, Stereoplay und Music Web erhält die Einspielung der Streichquartette
Janáček
s durch das Mandelring Quartett den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Die Preisträger des PdSK werden in der Bestenliste veröffentlicht; sie umfasst Neuerscheinungen der letzten drei Monate aus dem deutschsprachigen Raum, die aus der Sicht der Jury nach künstlerischen und audiophilen Kriterien außerordentliche Qualität und Bedeutung haben.



Februar 2011
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Berlin-Zyklus 2011 in der Philharmonie

Der Berlin-Zyklus des Mandelring Quartetts im Kammermusiksaal der Philharmonie geht nach seinem hervorragend aufgenommenen Start im letzten Jahr nun in die zweite Runde.
Am 14
. Februar 2011 findet das erste der drei Konzerte statt: "Frühe & späte Meisterschaft". Auf dem Programm stehen Streichquartette von Mendelssohn und Haydn und das Klavierquintett von César Franck mit Tomer Lev, Israel. Am 31. März folgt "Innere Verbundenheit" mit Streichquartetten von Haydn, Brahms und dem Brahms-Zeitgenossen Felix O. Dessoff. Am 12. Mai beschließt "Brahms, Dvořák, Janáček – Komponistenfreundschaften" mit Streichquartetten dieser drei Komponisten den Berlin-Zyklus 2011.

Hier findet sich eine Pressemitteilung zum Berlin-Zyklus





November 2010
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Neue Janáček-CD

Ende Oktober erschien bei Audite eine neue CD des Mandelring Quartetts mit den Streichquartetten von Leoš Janáček.
Die beiden Streichquartette aus der späten Schaffenszeit von Leoš Janáček (1854-1928) gehören zu den Höhepunkten der modernen Kammermusik zwischen den Weltkriegen. In den Jahren 1923 und 1928 hat Janáček die Quartette komponiert und ihnen vielsagende Beinamen mitgegeben. Der Titel „Kreutzersonate“ für das erste Quartett bezieht sich dabei auf eine Novelle von Lew Tolstoi, in der die emotionale Macht der Musik für ein Ehedrama verantwortlich gemacht wird. War schon dieses Quartett insgeheim an Janáčeks Altersliebe Kamila Stösslová gerichtet, so deutet der Beiname des zweiten Quartetts („Intime Briefe“) ziemlich offen auf dieselbe Adressatin hin. Der besondere emotionale Bezug des Werkes bewog den Komponisten, ein spezielles Instrument zu wählen:
„Das Ganze wird von einem besonderen Instrument zusammengehalten werden“, schrieb Janáček, „es heißt Viola d’amour – Liebesviola.“ Die barocke Viola d’amore erlebte nach langem Dornröschenschlaf zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Renaissance, und Janáček war fasziniert von der silbrigen Klangfarbe des reich verzierten Instruments in Bratschenlage. Leider musste er aus spieltechnischen Gründen letztlich auf die Viola d’amore verzichten und arbeitete das Werk für die normale Bratsche um. Gunter Teuffel (Viola d’amore) und das Mandelring Quartett haben für diese Aufnahme die Urfassung rekonstruiert und bieten Janáčeks zweites Streichquartett jetzt in beiden Versionen für Bratsche und Viola d’amore.

Sehen und hören Sie im Kurzvideo Ausschnitte aus der neuen Produktion, Interviews und Eindrücke von der Aufnahmesitzung.



November 2010
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Fono Forum - Sechs aus 49

Quartett-Experte Markus Stäbler gibt einen Überblick der besten Streichquartette.
"Neben dem Hagen- ist das 1983 gegründete Mandelring Quartett das zweite Ensemble in dieser Auswahl, bei dem drei Geschwister miteinander kommunizieren. Das kann Zufall sein – ist aber vielleicht doch ein Hinweis darauf, dass das Zusammenspiel durch gemeinsame Wurzeln womöglich erleichtert wird. Denn auch die drei Schmidts und ihr Bratscherkollege Roland Glassl erreichen Höchstmaß an Homogenität und organischer Phrasierung – ohne deshalb die starken eigenen Charaktere zu verstecken. Wenn diese Voraussetzungen dann so lebendig, expressiv und geschmackvoll genutzt werden wie hier, können Interpretationen von packender Intensität entstehen. Und die sind dem Ensemble in letzter Zeit vor allem im Rahmen ihrer Schostakowitsch-Einspielung gelungen, deren Ausnahmerang ihnen definitiv einen Platz unter den international führenden Quartettformationen zuweist."

CD-Tipp: Schostakowitsch, Streichquartette Vol. V, Audite/Edel SACD 022143925305
"



Oktober 2010
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Mandelring Quartett auf WDR 3

Am 16. Oktober 2010 kommt das Mandelring Quartett in der Sendung "Musikpassagen" auf WDR 3 von 13:05 Uhr bis 15:00 Uhr sowohl verbal als auch musikalisch umfassend zu Wort.
Der Musikjournalist Michael Struck-Schloen geht der Frage nach, ob Musizieren im Streichquartett tatsächlich "Wie ein Gespräch unter vier vernünftigen Leuten" (Goethe) stattfindet. Musik, Zitate und O-Töne sollen helfen, diese Frage zu beantworten. Die Sendung verspricht überraschende Einsichten zu Repertoire, Psychologie und Geschäft der Formation Streichquartett.



September 2010
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Mandelring Quartett auf Südamerika-Tournee

Vom 8. bis 17. September tourt das Mandelring Quartett in Argentinien, Uruguay und Peru. Das Ensemble konzertierte auch in den vergangenen Jahren regelmäßig in Südamerika. In diesem Jahr folgen die vier Musiker Einladungen nach Buenos Aires, Punta del Este, Montevideo und Lima.
Die Konzertdaten im Einzelnen:

10.09. Buenos Aires, Argentinien (mit Carmen Piazzini, Klavier)
11.09. Punta del Este, Urugay
13.09. Montevideo, Urugay
14.09. Lima, Peru
16.09. Lima, Peru

Weitere Informationen finden Sie unter dem Menüpunkt "Konzerte".



Juli 2010
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M
andelring Quartett & Schumann-Jubiläum

Anfang Juni hat das Label audite zum 200. Geburtstags von Robert Schumann sein Klavierquartett und -quintett mit dem Mandelring Quartett und Claire-Marie Le Guay veröffentlicht. Wie im Rausch komponierte Schumann im "Kammermusikjahr" 1842 seine beiden Werke für Streicher und Klavier, die zu den Höhepunkten der Kammermusik im 19. Jahrhundert zählen: das Quintett op. 44 und das Quartett op. 47, Werke von überschwänglicher Vitalität und romantisch verinnerlichter Haltung. Der Klavierpart, den Schumann seiner frisch angetrauten Gattin Clara zudachte, wird in der vorliegenden Neuaufnahme von der französischen Pianistin Claire-Marie Le Guay übernommen. Ein
Video mit Ausschnitten aus der neuen Produktion und Eindrücken von der Aufnahme ist hier zu sehen. In einer Rezension bei ARTE heißt es: "Eine mitreißende deutsch-französische Koproduktion – das renommierte Mandelring Quartett hat sich für die Aufnahme von Schumanns Klavierquintett Unterstützung von der Pariser Pianistin Claire-Marie Le Guay geholt. Das Ergebnis ist ebenso feinsinnig wie schwungvoll."



Juni 2010
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HAMBACHERMusikFEST

Der programmatische Schwerpunkt des 14. HAMBACHERMusikFESTES 2010 lag auf Bläser/Streicher-Kombinationen – angefangen von Bohuslav Martinus witzig-charmanter "Revue de Cuisine" mit einem unvergesslichen Charleston, über Igor Strawinskijs "Geschichte vom Soldaten" bis zur Uraufführung des Kompositionsauftrags, den das HAMBACHERMusikFEST für ein Werk in der Besetzung Posaune und Streichquartett an den Komponisten und Saxophonisten Daniel Schnyder vergeben hat. Diesem Komponisten war ein ganzes Konzertprogramm gewidmet, in dem seine mitreißende Crossover-Musik und seine virtuosen Improvisationen auf dem Saxophon gleichermaßen Mitmusiker und Publikum begeisterten. Ein weiterer Akzent war die Aufführung von Janáčeks zweitem Streichquartett "Intime Briefe" in der Urfassung mit Viola d'amore. Auf der kommenden CD des Mandelring Quartetts mit den beiden Streichquartetten Janáčeks, die im Oktober erscheint, wird dieses Werk in beiden Fassungen zu hören sein.



Mai 2010
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Übertragung des Abschlusskonzertes des Berlin-Zyklus in Deutschlandradio Kultur

Das Abschlusskonzert des diesjährigen Berlin-Zyklus im Kammermusiksaal der Philharmonie mit dem Titel "Jahrhundertwende" wurde von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet und wird am Freitag, 21. Mai 2010 um 20.03 Uhr übertragen.

Die drei Werke des Abends, Richard Strauss' frühes Quartett mit einem der herausragenden langsamen Sätze der Literatur, Heinrich Kaminskis farbenreiches und intensives Werk aus dem Jahr 1913 und Ravels Quartett sind im Abstand von wenigen Jahren entstanden und unterscheiden sich doch fundamental in ihrer Tonsprache – Strauss bezieht sich deutlich auf die Klassik und überschreitet nie die Grenze zwischen Romantik und Moderne, Kaminski lässt Assoziationen zu Bruckner und Mahler aufkommen – einzigartig im Bereich des Streichquartetts – und Ravel eröffnet eine neue Welt von Klangfarben und mitreißenden Rhythmen. Bei der Zugabe des Abends blieb das Mandelring Quartett bei den wegweisenden Neuerern und spielte den zweiten Satz aus Debussys Streichquartett.



Dezember 2009
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Mandelring Quartett mit neuer Konzertreihe in der Berliner Philharmonie

Das Mandelring Quartett beginnt einen eigenen Konzert-Zyklus im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und setzt damit besondere musikalische Akzente in der Hauptstadt.

Das Programm vom 5. Februar 2010 beleuchtet unter der Überschrift "Wien & Russland" die engen Verbindungen zwischen dem damaligen Zentrum der europäischen Musikwelt und Russland. Auf dem Programm stehen Kompositionen für russische Widmungsträger von Haydn und Beethoven sowie Tschaikowskys erstes Streichquartett. Im zweiten Konzert "Spiegel der Biografie" folgen am 11. April 2010 Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Leos Janácek und Antonín Dvorák, die in direktem Zusammenhang mit der Biografie ihrer Komponisten stehen. Janáceks Quartett "Intime Briefe" ist hier in der weithin unbekannten Urfassung mit Viola d’amore zu hören (Gast: Gunter Teuffel). Das dritte Konzert am 13. Mai 2010 zeigt unterschiedliche Ansätze von Komponisten der "Jahrhundertwende" im Übergang zwischen Romantik und Moderne: Klassisch beim sechzehnjährigen Richard Strauss, expressiv-spätromantisch bei Heinrich Kaminski und impressionistisch bei Maurice Ravel.



November 2009
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Komplettierung des Schostakowitsch–Zyklus

Mit der Veröffentlichung von Vol. V komplettiert das Mandelring Quartett die Gesamtedition der fünfzehn Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch. Von der Fachpresse als eine der herausragenden Gesamteditionen unserer Zeit gelobt, beinhaltet Vol. V zum Abschluss der Einspielung die späten Streichquartette Nr. 11, 13 und 15. Hier wird die Tonsprache zerklüfteter, die Farben bleicher und der Ton elegischer. Bei den Vorfeiern zu seinem 60. Geburtstag am 28. Mai 1966 wurde im damaligen Leningrad das elfte Streichquartett von Dmitri Schostakowitsch uraufgeführt – noch in derselben Nacht erlitt der Komponist einen schweren Herzinfarkt, der sein Leben und Denken veränderte. Während Krankenhaus- und Kuraufenthalte den Alltag bestimmten, beschäftigte sich Schostakowitsch im Spätwerk auffällig häufig mit dem Tod. Und auch die drei hier eingespielten Quartette sind entweder Gedenkwerke für Kollegen oder Requiem – Kompositionen mit Blick auf das eigene Ende. Das Quartett Nr. 11 (1966), das dem verstorbenen Geiger des vertrauten Beethoven-Quartetts gewidmet ist, erscheint als mehrsätzige Suite, in der Charaktersätze wie die „Etüde“ oder die „Humoreske“ auftauchen – natürlich mit einem grimmigen, zynischen Humor. Das 13. Quartett aus dem Jahr 1970 ist dem Bratscher des Beethoven-Quartetts gewidmet und porträtiert in einem einzigen monumentalen Satz das Instrument, das Schostakowitsch so sehr liebte. Im letzten, 15. Quartett (1974) schließlich greift der Komponist zu einer radikalen Formlösung: sechs Adagio-Sätze reihen sich zu einem großen Trauerstück, das keine Widmung mehr trägt
Das Mandelring Quartett widmet sich mit der Gesamtaufnahme der fünfzehn Streichquartette von Schostakowitsch einem Quartettkorpus, der in seiner Gesamtheit wohl der bedeutendste des 20. Jahrhunderts ist.

Die Gesamtedition der Schostakowitsch-Streichquartette mit dem Mandelring Quartett wird im Feuilleton der ZEIT vom 26. November mit einem ausführlichen Artikel gewürdigt.
Videoeindrücke von der Aufnahmesitzung sind hier zu sehen.
Eine Pressemappe mit Informationen und Rezensionen zum ganzen Zyklus lässt sich hier herunterladen.